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Montag 01.06.2020, 08:38 Uhr
(c) 2020 Pfarrei St. Mauritius Röttenbach / Maria Königin Hemhofen

Hausgottesdienst 5. Sonntag - 10.05.2020

 

Hausgottesdienst

5. Sonntag der Osterzeit

10. Mai 2020

Der folgende Hausgottesdienst ist eine Möglichkeit, sich mit der Gemeinschaft der Glaubenden im Gebet zu vereinen. Sie können ihn allein feiern oder mit allen, die zu Ihrer Hausgemeinschaft gehören. Schaffen Sie eine gute Gebetsatmosphäre (z.B. Anzünden einer (Oster)-Kerze, Aufstellen eines Kreuzes oder Christusbildes.

Wenn Sie möchten, können Sie auch die vorgeschlagenen Lieder singen. Hierzu

brauchen Sie das Gotteslob.

ERÖFFNUNG

Entzünden der (Oster-)Kerze

V Christus ist glorreich auferstanden vom Tod.

A Sein Licht vertreibe das Dunkel der Herzen.

Kreuzzeichen

V Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

A Amen.

Lied „Das ist der Tag, den Gott gemacht" GL 329 gesungen

Einführung

Der heutige Muttertag ist kein kirchlicher Feiertag. Er wird seit etwa

100 Jahren am 2. Sonntag im Mai in vielen Ländern der Welt begangen.

Es ist ein Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung, (nicht

nur an diesem Tag) der eigenen Mutter Zeichen der Liebe zu schenken.

Im Buch Jesaja wird Gottes Liebe mit der Liebe einer Mutter zu ihrem

Kind verglichen. Von Gott, der weder männlich noch weiblich

ist, sprechen wir oft als Vater – so auch Jesus im Evangelium des

heutigen Tages. In seiner Liebe und Fürsorge wendet sich Gott uns

auch in mütterlicher Weise zu.

Gebet

V Gott, der du uns wie eine Mutter und wie ein Vater liebst,

hast uns durch deinen Sohn erlöst

und als deine geliebten Kinder angenommen.

Sieh voll Güte auf alle, die an Christus glauben,

und schenke ihnen die wahre Freiheit

und das ewige Erbe.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

SCHRIFTLESUNG

L Aus dem Evangelium nach Johannes Joh 14,1-12

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Euer Herz lasse sich

nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich!

Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so

wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch

vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet

habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit

auch ihr dort seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe - den Weg

dorthin kennt ihr.

Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie

können wir dann den Weg kennen?

Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben;

niemand kommt zum Vater außer durch mich. Wenn ihr mich

erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt

kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.

Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns.

Jesus sagte zu ihm: Schon so lange bin ich bei euch und du hast mich

nicht erkannt, Philippus?

Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.

Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich

im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu

euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt,

vollbringt seine Werke. Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und

dass der Vater in mir ist; wenn nicht, dann glaubt aufgrund eben

dieser Werke!

Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke,

die ich vollbringe, auch vollbringen und er wird noch größere als

diese vollbringen, denn ich gehe zum Vater.

BETRACHTUNG

Jede/r liest die Bibelstelle nochmals still für sich durch und markiert

Sätze oder Worte, die ihm / ihr bedeutsam erscheinen mit folgenden

Markierungen:

! ein Ausrufezeichen für Textstellen, in denen eine wichtige Erkenntnis

steckt, in denen mir etwas aufgeht

? ein Fragezeichen für Textstellen, die mir unklar sind

ein Pfeil für Textstellen, die mich persönlich ansprechen, die

mich im Herzen berühren

Im Gespräch können wir uns über die markierten Textstellen austauschen

und einander bereichern und beschenken mit unseren Gedanken.

Vielleicht gibt es einen Satz, einen Satzteil oder ein Wort, das mich

besonders berührt und das ich mir für die Woche mitnehmen mag.

Ich notiere es auf dem Notizzettel und suche diesem Zettel nach der

Feier eine Platz, an dem er mir immer wieder ins Auge fällt (an der

Kühlschranktür, am Spiegel im Bad, ...).

Zum Abschluss der Betrachtung liest jemand den Text nochmal laut

vor.

Predigtgedanken

„Euer Herz lasse sich nicht verwirren", sagt Jesus seinen Jüngern. Und wie sollen sie das anstellen? „Glaubt an Gott und glaubt an mich!"

Etwas später erklärt das Jesus dem Apostel Thomas mit den berühmten Worten: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben." Und dem Apostel Philippus sagt er: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen … Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass er in mir ist."

Kurz, bündig und einfach zusammengefasst heißt das:

Jesus Christus ist es, der deinem Leben die Orientierung gibt, die du brauchst, um an dein Ziel zu gelangen.

Halte dich also an Jesus Christus, und dein Leben wird gelingen.

Wir leben in einer Welt mit vielen Angeboten, die uns alles Mögliche verheißen – und alle diese Angebote sollen uns selbstverständlich glücklich machen und ein sinnvolles Leben bewirken. Die Werbung ist voll davon. Jedes beworbene Produkt präsentiert sich als unentbehrlich, damit das Leben gelingt.

Mittlerweile erleben wir aber auch eine Situation, in der ein Virus unsere Welt völlig durcheinanderwirbelt. Und auch da fragen sich die Menschen: Und wie soll es jetzt weitergehen? Wir lange dauert das Ganze noch, wann kann ich endlich wieder zur Normalität zurückkehren, bei der alles so selbstverständlich war? Wann kommt endlich dieses Medikament, dieser Impfstoff, der mich schützt, damit ich mich nicht mehr fürchten muss? In solchen Krisensituationen gibt uns das heutige Evangelium nicht nur Orientierung, es macht uns auch Mut. Der Glaube an Jesus Christus hilft. Er ist nämlich der Weg, die Wahrheit und das Leben. Wer mich sieht, sieht Gott. Halte dich an Jesus Christus, und dein Leben wird gelingen.( P. Herbert Winklehner OSFS)

 

An dieser Stelle kann das

Lied „Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht" – GL 450

gesungen oder gebetet werden.

ANTWORT IM GEBET

Glaubensbekenntnis

V In Gemeinschaft mit allen Getauften bekennen wir unseren Glauben

an den dreieinen Gott:

A Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen …

Fürbittgebet

V Gottes Wort schenkt uns immer wieder kostbare Erfahrungen: Es

ist wie ein Licht in der Nacht, wie ein Stern in der Dunkelheit. Es

schenkt Hoffnung und Zukunft, Trost und Halt. Wir bitten Gott, der wie eine gute Mutter und wie ein guter Vater für uns sorgt, voll Vertrauen:

V Für alle Mütter, die sich heute und in diesen Wochen nach einem

Besuch ihrer Kinder und Enkelkinder sehnen – treuer Gott,

A schenke Hoffnung und Kraft.

V Für alle Frauen, die ein Kind unter ihrem Herzen tragen, für alle

Mütter, die in diesen Wochen vielfältige Lasten tragen – treuer

Gott,

A schenke Hoffnung und Kraft.

V Für alle, sich um andere Menschen kümmern in nachbarschaftlicher

Hilfe, in der Pflege, in vielfältigen Kontakten – treuer Gott,

A schenke Hoffnung und Kraft.

V Für alle, die voller Sorgen und Ängste sind um Gesundheit oder

die wirtschaftliche Existenz, für alle, die an psychischen Krankheiten

leiden, für alle, die Tage der Quarantäne erleben – treuer

Gott,

A schenke Hoffnung und Kraft.

V Für alle, (hier ist Raum für eigene Anliegen)... – liebender Gott,

A schenke Hoffnung und Kraft.

V Für alle, Mütter und Väter, die um ein Kind trauern, für alle, die

um einen nahestehenden Menschen trauern, – liebender Gott,

A schenke Hoffnung und Kraft.

Vater unser

V Zu Gott, der für uns mütterlich und väterlich sorgt, beten wir voll

Vertrauen:

Vater unser im Himmel ... Denn dein ist das Reich...

SEGENSBITTE

V Es segne und begleite uns Gott, der uns Vater und Mutter ist,

sein Sohn Jesus, der uns Weg, Wahrheit und Leben ist und

der Heilige Geist, der uns Kraft und Hoffnung schenkt.

A Amen.

Das Lied „Dass du mich einstimmen lässt" – GL 389, 1., 4. und 5. Strophe kann die Feier abschließen.

Impressum

Datum: 08.05.2020
Rosmarie Neidhardt

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Montag 01.06.2020, 08:38 Uhr
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