http://www.pfarrei-roettenbach-hemhofen.de/eob/dcms/sites/bistum/pfarreien/
dekanate/erlangen/st_mauritius_roettenbach/index.html
Montag 01.06.2020, 07:50 Uhr
(c) 2020 Pfarrei St. Mauritius Röttenbach / Maria Königin Hemhofen

Brief des H.H. Erzbischofs an Kitas

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den katholischen Kindertageseinrichtungen!

Wie geht es Ihnen? Wie fühlen Sie sich? Was macht die Corona-Zeit mit Ihnen, den Kindern, den Eltern und Erziehungsberechtigten sowie den Kindertagesstätten? Täglich muss ich geplante Pfarreibesuche zu Firmungen, Kirchenund Pfarreijubiläen etc. absagen. Dabei erinnere ich mich auch an Sie und die Kindergartenkinder. Oft machen Sie mir und der ganzen Gemeinde eine große Freude, indem Sie mich mit einem Lied oder Gedicht und Blumen begrüßen. Danke dafür! Mit diesem Brief möchte ich mich nach Ihnen erkundigen und Ihnen meine Solidarität bekunden, denn ich kann mir vorstellen, dass es vielen von Ihnen derzeit nicht sehr gut geht. Bereits seit 13. März 2020 entfallen die Betreuungsangebote. Die Kinder dürfen ihren Kindergarten nicht betreten. Gleichzeitig müssen Sie Notgruppen vorhalten, um die Arbeitsfähigkeit der Erziehungsberechtigten zu erhalten, die in „systemrelevanten Berufen" beschäftigt sind. Die Betreuung der Kinder in Notgruppen während der Corona-Zeit stellt sicher in vielerlei Hinsicht eine ganz besondere Herausforderung für Sie dar. Dabei denken Sie bestimmt auch immer an die anderen Kinder, die nicht kommen dürfen, obwohl sie möchten und es ihnen auch gut tun würde. Mit vielen Kindern halten Sie telefonisch oder über Skype Kontakt - eine gute und hilfreiche Möglichkeit. Die Kinder, die kommen können, müssen sich schon an der Eingangstür der KiTa von ihren Eltern verabschieden - eine neue Erfahrung für die Kinder, die Eltern und auch für Sie. Mit nur ganz wenigen Kindern einen Tag zu gestalten, ist auch eine Herausforderung und vielleicht schwieriger als mit vielen. Dazu kommt, dass auch Hygienevorschriften und Abstandsregeln eingehalten und vermittelt werden sollen. Verunsicherte und verängstigte Kinder müssen getröstet und stabilisiert werden. Das trifft auch auf manche Erziehungsberechtigte zu. -2 Wie ich gehört habe, kämpfen auch einige von Ihnen selbst mit der Angst, sich mit Covid-19 zu infizieren. Selbst der Dienstplan gestaltet sich nach anderen bzw. zusätzlichen Faktoren, wie „Grunderkrankung", Rückkehr aus einem Risikogebiet, Schwangerschaft etc. Mit Ihrer Arbeit in den Notgruppen leisten Sie einen äußerst wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Pandemie. Damit und indem Sie mit vielen Kindern und ihren Familien virtuellen Kontakt halten, helfen Sie in der derzeitigen Situation den Kindern, ihren Eltern und Angehörigen, die schwierige Zeit gut zu bewältigen. - Soweit möglich, grüßen Sie diese von mir! Für Ihr Engagement und Ihren Einsatz möchte ich Ihnen mit diesen Zeilen ausdrücklich und herzlich danken und große Anerkennung aussprechen, zugleich erbitte ich Ihnen für Ihr Leben und Wirken Gottes Segen und hoffe wie Sie auf ein baldiges Ende der Pandemie und auf die Möglichkeit, sich wieder persönlich zu begegnen. Mit meinem Standardwunsch: „Bleiben Sie gesund und hoffnungsvoll!", grüße ich Sie herzlich Ihr Dr. Ludwig Schick Erzbischof von Bamberg

Datum: 23.04.2020
Rosmarie Neidhardt

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